Reisehinweise

Reisehinweise Türkei

Wichtig

  • Am 24. Juni 2018 finden in der Türkei die Wahlen statt. Vermeiden Sie deshalb Massenansammlungen, Demonstrationen und Versammlungen; Diese können zu Gewalt führen. Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und verfolgen Sie lokale Nachrichten über die Medien. Befolgen Sie jederzeit Anweisungen von Behörden.
  • Die türkischen Behörden können sichtbare und unsichtbare Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bedrohung durch den Terrorismus ergreifen, bei unter anderem öffentlichen Gebäude, Großveranstaltungen und öffentlichen Versammlungen. Weitere Kontrollen können auch an Flughäfen, an Grenzübergängen und Verkehrskreuzungen stattfinden. Zusätzliche Identitätsüberprüfungen können ebenfalls durchgeführt werden. Bleiben Sie wachsam und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden. Stellen Sie sicher, dass Sie immer ein gültiges Reisedokument und gültige Identitätsdokumente bei sich haben.
  • Dieser Reisetipp wurde sorgfältig zusammengestellt. Sie sind selbst für Ihre Sicherheit verantwortlich, wenn Sie sich für eine Reise in die Türkei entscheiden.

Der Zweck dieser Reisehinweise ist es, Sie über die Sicherheit in der Türkei zu informieren und Ihnen allgemeine und praktische Tipps zu geben. Lesen Sie den gesamten Reisetipp oder wählen Sie eines der folgenden Themen:

  • Verkehrssicherheit
  • Unsichere Bereiche
  • Kriminalität
  • Terrorismus
  • Lokale Gesetze, Regeln und Gebräuche
  • Zugänglichkeit und Notfallsituationen
  • Gesundheit
  • Naturgewalt
  • Reisedokumente und Visa

    Verkehrssicherheit

    Sicherheitsrisiken sind mit Reisen in die Türkei verbunden. Es ist ratsam, im Verkehr sehr vorsichtig zu sein und nach Sonnenuntergang nicht in der Südosttürkei auf der Straße zu fahren. In der Türkei werden alle Beteiligten an Verkehrsunfällen mit fatalen Folgen in Gewahrsam genommen. Auch Menschen, die sich des Unfalls nicht schuldig gemacht haben. Sie finden mehr Informationen über die Verkehrssicherheit auf der Seite des ADAC.

    Unsichere Bereiche

    In der Türkei gibt es mehrere unsichere Gebiete, und in der gesamten Türkei besteht ein erhöhtes Risiko für Terroranschläge. Dies ist hauptsächlich auf den Kampf gegen die Terrororganisationen Kurdische Arbeiterpartei (PKK) und den Islamischen Staat Irak und Syrien zurückzuführen. (ISIS). Siehe auch das Thema Terrorismus. In der Türkei muss man wachsam sein, vor allem in den großen Städten und an belebten Orten.

    Reisetipps zu unsicheren Bereichen:

    • Reisen Sie nicht zu dem Grenzgebiet bei Syrien und Irak, auf Grund der Militäraktivitäten. Es wurden spezielle Sicherheitszonen entlang der Grenze von Türkei und Syrien eingerichtet; in der Provinz Gaziantep. Türkei ist auch am Grenzstreifen in Nord-Syrien militärisch aktiv.
    • Reisen Sie nicht in die Südosttürkei. Wegen des Bürgerkriegs in Syrien ist es an der türkisch-syrischen Grenze nicht sicher.
    • Reisen Sie nicht in das Grenzgebiet zu Irak im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten im Nordirak. Die Situation hier ist sehr gefährlich wegen des bewaffneten Kampfes gegen den Islamischen Staat Irak und Syriens. (ISIS) und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).
    • Nutzen Sie den Grenzübergang bei Habur nur wenn zwingend nötig und fahren Sie nur auf der Hauptstraße zum und vom Grenzübergang.
    • In den meisten Provinzen im Südosten der Türkei ist es nicht sicher. Die PKK ist auch in den Provinzen Elaziğ und Kars aktiv. Auch dort besteht die Gefahr von Unruhen, Angriffen und Feindseligkeiten.
    • Im Südosten der Türkei kommen zum Teil auch Entführungen vor.
    • Die Grenze zu Armenien wurde aufgrund der politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern seit 1993 geschlossen

    Reisen Sie nur in folgende Provinzen:

    • Agri;
    • Batman;
    • Bingol;
    • Bitlis;
    • Diyarbakir;
    • Gaziantep;
    • Hakkari;
    • Hatay;
    • Igdir;
    • Mardin;
    • Muş;
    • Şanliurfa;
    • Şirnak;
    • Siirt;
    • Tunceli;
    • Van.

      Kriminalität

      Das Ausmaß der Kriminalität in der Türkei ist vergleichbar mit dem in anderen südeuropäischen Ländern. In Großstädten und Touristenzentren kommt es zu mehr Kriminalität, und vor allem in Istanbul nimmt die Kriminalität zu. Denken Sie zum Beispiel an Taschendiebstahl, Betrug mit Kreditkarten und Betrug im Allgemeinen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, etwas zu kaufen, weil sich oft herausstellt, dass Einkäufe weniger wert sind als der Preis, der dafür bezahlt wird.

      Terrorismus

      Im ganzen Land besteht ein erhöhtes Risiko für Terroranschläge. Seit 2015 gab es in der Türkei regelmäßig Terroranschläge, bei denen Hunderte getötet und verwundet wurden. Einige Beispiele für Angriffe:

      • Silvester 2017; beliebter Nachtclub in Istanbul. 39 Tote und Dutzende Verwundete, meist Ausländer.
      • 19. Dezember 2016; Bus mit Militärpersonal in Kayseri. 13 Tote und 48 Verletzte.
      • 10. Dezember 2016: Angriff in der Nähe des Fußballstadions von Besiktas. 44 Tote und Verwundete.

        Sie sollten in der ganzen Türkei vorsichtig sein, besonders in großen Städten und an überfüllten Orten. In Regierungsgebäuden und bei politischen Treffen und Demonstrationen ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Touristen, Touristenattraktionen, Unterhaltungsmöglichkeiten, Einkaufszentren, Sportzentren, Kulturzentren, Kirchen und öffentliche Verkehrsmittel können ebenfalls Ziel eines Angriffs sein.

        Lokale Gesetze, Regeln und Bräuche

        Wenn Sie in die Türkei reisen, müssen Sie sich mit anderen Gesetzen, Regeln und Gebräuchen auseinandersetzen. Sie müssen die Gesetze und Vorschriften des Landes einhalten, das Sie besuchen. Stellen Sie sicher, dass Sie allgemein geltende Gesetze und Vorschriften kennen. Beachten Sie insbesondere Folgendes:

        • Es ist in der Türkei nicht erlaubt, die türkische Nation, das Staatsoberhaupt, die Flagge oder die Nationalhymne zu beleidigen. Das Beschädigen oder Zerstören von türkischen Banknoten und Münzen gilt als Beleidigung, für die Sie strafrechtlich verfolgt werden können.
        • Die religiöse Gülen-Bewegung gilt als terroristische Organisation. Personen und Organisationen, die mit der Gülen-Bewegung in Verbindung stehen oder im Verdacht stehen, die Organisation zu unterstützen, werden strafrechtlich verfolgt.
        • Seit dem 21. Juli 2016 gilt der Ausnahmezustand in der Türkei und dieser ist noch immer in Kraft. In diesem Zusammenhang haben die türkischen Sicherheitsbehörden zusätzliche Befugnisse, Verdächtigen zu verfolgen und sie festzuhalten.
        • Deutsche und Österreicher, die auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen, können bei ihrer Einreise und während ihres Aufenthalts in der Türkei einer Vernehmung und / oder Strafverfolgung unterzogen werden. In Strafverfahren können Verdächtige in Untersuchungshaft genommen werden. Es kann auch ein (vorübergehendes) Ausreiseverbot verhängt werden, ohne dass eine sofortige Begründung vorliegt. Andere Maßnahmen sind ebenfalls möglich und es ist nicht immer möglich, (rechtliche) Unterstützung zu erhalten. Fragen Sie bei Problemen immer nach konsularischer Hilfe bei der Botschaft oder beim Generalkonsulat.
        • Deutsche und Österreicher, die ebenfalls die türkische Staatsangehörigkeit besitzen, werden auf türkischem Hoheitsgebiet als türkische Staatsbürger behandelt. Dies hat zur Folge, dass die deutsche Botschaft bei Problemen nicht immer von den türkischen Behörden informiert wird (zum Beispiel im Falle einer Festnahme). Es ist auch möglich, dass die Botschaft keine konsularische Hilfe leisten kann.
        • Homosexualität wird in der Türkei nicht allgemein akzeptiert. Denken Sie daran, wie Sie sich in der Öffentlichkeit verhalten.
        • Die Verwendung, der Besitz und der Handel mit Betäubungsmitteln werden in der Türkei streng bestraft.
        • Es ist strafbar, militärische Objekte zu fotografieren.
        • Es ist strafbar, kulturhistorische oder archäologische Gegenstände wie alte Münzen oder Steine aus der Türkei mitzunehmen. Achten Sie besonders darauf was Sie ein- und ausführen dürfen

        Zugänglichkeit und Notfallsituationen

        Registrieren Sie sich bei auswärtigem Amt als Auslandsdeutscher oder beim BMEIA als Auslandsösterreicher wenn Sie verreisen, sodass bekannt ist wo Sie sich aufhalten. Sie empfangen dann eine Mail wenn sich Reise- und Sicherheitshinweise ändern oder wenn sich Krisensituationen auftuen. Stellen Sie sicher, dass Sie ständig über die Entwicklungen informiert sind. Durch die Reisehinweise, aber auch durch die Medien. Sie müssen immer einen gültigen Identitätsnachweis bei sich haben.

        Brauchen Sie sofortige Hilfe? Rufen Sie die Notrufnummer 155 (Polizei), 112 (Krankenwagen), 110 (Feuerwehr).

        Downloaden Sie die "Sicher Reisen App" des Auswärtigen Amtes

        Gesundheit

        Überprüfen Sie, welche Vorsichtsmaßnahmen Sie für Ihre Gesundheit treffen sollten. Medizinische Einrichtungen im Ausland können eingeschränkt sein und Sie müssen evakuieren, wenn Sie krank werden oder einen Unfall haben. Die Kosten sind hoch und deshalb sollten Sie prüfen, ob die Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen werden. Bei Bedarf zusätzliche Reiseversicherung abschließen. Wenn Sie zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen, werden diese Kosten in der Regel von der Grundversicherung erstattet. Der Betrag, der abgedeckt wird, entspricht höchstens den Behandlungskosten in Deutschland/Österreich. Manchmal ist es notwendig, dafür extra zu versichern.

        Informationen über aktuelle Epidemien, empfohlene Impfungen und Maßnahmen zur Prävention von Malaria und anderen Infektionskrankheiten finden Sie auf der Website des auswärtigen Amtes.

        Naturgewalten

        In der Türkei kommt es noch zu (schwere) Erdbeben. Stellen Sie sicher, dass Sie sich über die aktuelle Situation bewusst sind und befolgen Sie im Notfall die Anweisungen der örtlichen Behörden. Wenn Sie eine organisierte Reise machen, bleiben Sie in Kontakt mit Ihrer Reiseorganisation.

        Reisedokumente und Visa

        Für Ihre Reise in die Türkei benötigen Sie ein gültiges Reisedokument und ein Visum. Bestellen Sie Ihr Visum einfach innerhalb von 5 Minuten, zahlen Sie mit SofortÜberweisung oder PayPal und erhalten Sie Ihr Visum noch am selben Tag und in jedem Fall innerhalb von 12 Stunden. Sie können auch über die Webseite der türkischen Behörden ein Visum beantragen.

        Visum Türkei jetzt anfragen